Manpower Österreich
Manpower Beschäftigungsausblick für das 4. Quartal 2009
Arbeitssuchende müssen sich weiter anstrengen. Auch im kommenden Quartal werden mehr Betriebe Personal abbauen als aufnehmen.
 
Für den aktuellen Manpower Beschäftigungsausblick antworteten von 751 österreichischen Personalchefs auf die Frage, ob sie im 4. Quartal Personal aufnehmen, abbauen oder den Mitarbeiterstand gleich lassen wollen:
  • 11%  mit "Aufbauen",
  • 13%  mit "Abbauen",
  • 76%  wollen den Personalstand nicht verändern
  •   1%  enthält sich der Antwort.
Die Differenz zwischen Personalauf- und -abbau beträgt damit [-3%].
 
 
Die Jobchancen nach Bundesländern
 
 
Auffallend ist eine jeweilige Trendumkehr zum letzten Quartal. Bundesländer, die im Sommer starke Rekruting- oder Kündigungsbewegungen erlebt haben (etwa OÖ, Wien und Kärnten), bleiben im Herbst stabil oder rutschen nur leicht ins Minus. Umgekehrt zeigen Länder, in denen sich zuletzt Personalauf- und -abbau eher die Waage gehalten haben, deutliche Ausschläge. Freie Jobs finden sich im Herbst in Kärnten [Saldo +2%] und in Tirol [+1%]. Im Burgenland [-19%] und in Salzburg [-7%] stürmt es. Die anderen Länder liegen knapp unter der Nulllinie.
 
 
Die Jobchancen nach Wirtschaftssektoren
 
 
Nur zwei Branchen wollen Leute aufbauen: Die Energieversorgung [+7%] und der Sektor Öffentliche Hand & Soziales [+4%]. Netto reduzieren müssen fast alle anderen, am massivsten Verkehr & Telekommunikation [-18%], Gastronomie & Hotellerie [-14%] und die Sachgütererzeugung [-6%]. Nur am Bau [+/-0%] halten sich Personalauf- und -abbau die Waage.
 
 
Europavergleich
 
Die Arbeitsmärkte erfangen sich nur schleppend. Von 17 Ländern weisen nur sechs einen positiven Saldo auf: Polen [+5%], Schweden und Spanien [je +3%], Belgien und Holland [je +2%] und Norwegen [+1%]. Besonders schlecht bestellt ist es um die Jobaussichten in Rumänien und Spanien [je -11%] und Irland [-10%]. Quer durch Europa haben Jobsuchende im Produktionssektor eine schwere Zeit vor sich. Das gilt besonders für Deutschland [-1%], wo die Beschäftigungskurve zum sechsten Mal in Folge nach unten weist.
 
 
Rund um die Welt
 
In Amerika wird der Gürtel enger geschnallt. Die USA rechnet erstmals in der 47jährigen Geschichte des Manpower Beschäftigungsausblicks mit einem leichten Minus [-2%]. Kanada [+4%] erfängt sich nach einem flauen letzten Quartal wieder. Die Mittel- und Südamerikanischen Länder sind tendenziell vorsichtig optimistisch.
 
In Asien/Pazifik wächst das Beschäftigervertrauen in allen Märkten, auch wenn die Prognosen konservativer als früher sind. Ermutigende Steigerungen verzeichnen Indien [+34%], Taiwan [+17%] und Singapur [+14%]. Auch China [+11%] und Australien [+9%] lassen hoffen.
 
 
Der volle Ausblick
 
Zur Original-Broschüre des Manpower Beschäftigungsausblicks für das 4. Quartal 2009 klicken Sie bitte auf das Icon!
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